Dieses Buch ruft zur „Bekehrung“
zu sich selbst auf. Und genau diese bräuchte es heute stärker
denn je. Nicht nur, weil noch immer ein großer Teil der
Menschheit sich für Sünder, Egoisten oder für
Kreaturen hält, die erlöst werden müssen, sondern
weil ein ganz großer Teil sich für Nichts, für
wertlos oder für Spreu hält, die vom Wind wegblasen
wird.“
Buch-Pate:
Frithjof Bergmann wurde in Sachsen geboren und verbrachte
seine Kindheit in Österreich. Mit 19 Jahren ging er nach
Amerika – mit seinem Aufsatz zur „Welt, in der wir
leben wollen“ erschrieb er sich ein Studienjahr in Oregon.
Wie viele Einwanderer schlug sich Frithjof Bergmann zunächst
als Tellerwäscher, Preis-Boxer, Fließband- und Hafenarbeiter
durch. Später schrieb er Theaterstücke.
Dann lebte er fast zwei Jahre lang als absoluter Selbstversorger
auf dem Land bei New Hampshire (siehe „Walden“!)
In seinem Buch „Neue Arbeit. Neue Kultur“ beschreibt
er, als wie anstrengend es sich herausstellte, in der kalten
Jahreszeit genügend Holz zu hacken, um nicht zu erfrieren.
Die Anschaffung einer Motorsäge im nächsten Winter
erwies sich als erstaunlich sinnvolle Investition. Plötzlich
stand ihm wirklich die Zeit und damit jene Ruhe zur Verfügung,
die ihn ursprünglich in das Abseits gezogen hatte.
Nach dem Wald kam das Philosophiestudium. Er studierte an der
Universität Princeton, promovierte mit einer Arbeit über
Hegel und erhielt Lehraufträge in Princeton, Stanford,
Chicago und Berkeley. Zwischen 1976 bis 1979 unternahm er zahlreiche
Reisen in den realkommunistischen Osten. Diese Art von Kommunismus
würde keine Zukunft mehr haben, stellt er dort fest. Es
folgte die Auseinandersetzung mit dem Kapitalismus und die Erkenntnis,
dass man diesem ein funktionierendes Gegenmodell entgegensetzen
müsse. Und damit begann die Entwicklung der Idee der „Neuen
Arbeit. Neuen Kultur“.
15.09.2006
Das Buch "Walden oder Leben in den
Wäldern" wurde von Ingrid und
Joch Weißbacher (Wildschönau) nach einem unvergesslichen
Besuch direkt vom Hans Berger Haus mitgenommen.
Die Beiden haben es am Samstag, 9. Sept. auf dem Gratlspitz
ans Gipfelkreuz geheftet.