Stell dir vor, du bist in den Bergen und die Sonne scheint
nicht. Stell dir vor, es ist Nordstau und es regnet in Strömen.
Schon erlebt? Dann stell dir weiter eine geheizte Hüttenstube
vor. Das Holz knackt im Ofen und der Apfelstrudel duftet aus
der Küche.
Und dann... Lesen.
Am besten ein dickes Buch wie Stein und Flöte. Ein Buch,
dessen Geschichte dich entführt in ausgedehnte Wälder
mit uralten Bäumen, zu klaren Quellseen unter riesigen
Felswänden und bis hinaus in die schier endlose Steppe.
Ein Buch, das dich träumen lässt von verzauberten
Helden, von der Sehnsucht und von sprechenden Tieren, die
immer mehr zu wissen scheinen als die Menschen. Wer liest,
wie Lauscher versucht das Beste zu tun und dabei immer wieder
an den Folgen seiner Taten leidet, der erkennt vielleicht
ein klein wenig von sich selbst darin. Und bemerkt gar nicht,
dass vor der Hütte bereits die Sonne scheint.
Für mich ist Stein und Flöte das richtige Buch
für die Gipfelbibliothek, weil es fantasie-voll, leicht
zu lesen und dick genug für jede Nordstau-Wetterlage
ist.
Und das ist noch lange nicht alles.
Buch-Pate:
Thomas Rinner, 40, geboren, aufgewachsen und tief verwurzelt
am Haaberg im niederösterreichischen Mostviertel.
Seit Kindesbeinen den Bergen, der Natur und den Büchern
verbunden.
Berufe: Maschinenschlosser, Bergführer, Telemarklehrer.
Ex-Erstbegeher, Ex-Kletterfanatiker, schläft leidenschaftlich
gerne im Wald. Persönlicher Rekord: Die absolut langsamste
Besteigung der Ellmauer Halt.
Sonstiges:
„Zeit ist Geld!“, ist wohl der dümmste Spruch
von allen – mit schrecklicher Wirkung auf viele Menschen.
28.01.2008
Thomas Rinner
hat sein Buch "Stein und Flöte" am 30. 12. auf
den Gescheideggkogel (1788 m)
im Gesäuse getragen. Dort liegt es für Leute, die
gerne Bücher zum Träumen lesen zur Abholung bereit.